Was ist makingAchange

Aus gegebenem Anlass ist die Bewerbungsfrist für die Einreichung Ihrer Schulprojekte auf unbestimmte Zeit verlängert!

makingAchange ist ein Kooperationsprojekt zwischen Wissenschaft und Schule. Das CCCA – Climate Change Center Austria lädt gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung alle Schulen der Sekundarstufe ein, sich an dem Projekt zum Thema „Klimawandel und Nachhaltigkeit“ in Österreich zu beteiligen.

Ziel ist es, einen Beitrag zur Transformation der Gesellschaft zu leisten und die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit als Selbstverständlichkeit im schulischen Umfeld als auch im Alltag zu integrieren und wahrzunehmen.

An wen richtet sich das Projekt?

An alle Schulen der Sekundarstufe in Österreich, die langfristige Schritte in Richtung Klimaschutz setzen und dafür mit einer Projektarbeit starten möchten.

Schulprojekte (begleitet von Peers und Wissenschafter_innen)
1. CO2-Bilanz der Schule ermitteln (Ausbildung von Schüler_innen durch Studierende bzw. Wissenschafter_innen, Begleitung der Erhebungen durch ein universitäres Projektteam)
* Erhebung der Treibhausgasemissionen in den Bereichen Strom, Wärme, Mobilität, Materialien, Verpflegung, etc. durch Schüler_innen höherer Klassen, die im Rahmen des Projekts ausgebildet werden und ihr Wissen anschließend an die nächsten Klassen weitergeben.
* Es soll jährlich eine Bilanz erstellt, und gegebenenfalls die Wirksamkeit von Maßnahmen geprüft werden.  
Mindesterfordernis für die Teilnahme pro Schule: vier Schüler_innen und einer Lehrperson  

2. Fächerübergreifender Projektunterricht (freie Themenwahl, aber ausgerichtet auf Wirksamkeit).  
Beispiele:
* Wie kommen wir in die Schule? Geht das auch klimafreundlicher?
* Was können wir selber, was müsste der/die Bürgermeister_in tun? (analog: Energiefresser, Lebensmittel, …)
* Wie steht es um die Artenvielfalt in der Gemeinde?
* Was kann die Schule am Gebäude oder im Garten / in der Gemeinde zur Förderung der Biodiversität beitragen?
* Könnten wir durch Tauschen / Teilen / Umfunktionieren Ressourcen sparen?
Die von der Direktion und mehreren Lehrpersonen unterstützten Projekte sind darauf ausgerichtet, das Verhalten von Schüler_innen und/oder Pädagog_innen hin zu mehr Nachhaltigkeit zu verändern, oder an der Schule oder in der Gemeinde Rahmenbedingungen für mehr Nachhaltigkeit zu schaffen.

3. Klimawochen
(Schüler_innen und Lehrpersonen und/oder Pädagog_innen verbringen 1 Woche auswärts)  

Beispielthemen:
* Was hat die Natur vorgegeben?
* Wo hat der Mensch wie, wann und zu welchem Zweck eingegriffen?
* Welche Funktionen erfüllte der Raum ehemals und jetzt?
* Was ist verloren gegangen? 
* Wie wird sich der Klimawandel / der Biodiversitätsverlust / die Digitalisierung auswirken?
* Wie können wir Menschen reagieren?

Klimawochen mit der Universität Innsbruck sind im Hochgebirge bereits erprobt, jetzt soll das Konzept auf andere natur- und kulturlandschaftliche Räume ausgeweitet werden. In Begleitung von Peers und Wissenschafter_innen und Lehrpersonen erkunden die Schüler_innen neue Räume, in denen der Klimawandel erfahrbar wird.  

4. Phänologische und sensorische Untersuchungen oder Zugänge
Beispielthemen:
* Was sagen uns die örtlichen Pflanzen über den Klimawandel?
* Sind sie durch neue Krankheiten / Schädlinge gefährdet?
* Wie kann man sie schützen?
* Wie fühlen sich die Oberflächen an?
* Was sagen diese über die Gesundheit der Pflanzen aus?

In botanischen Gärten werden Schüler_innen mit phänologischem Wissen vertraut gemacht. Gemeinsam mit Wissenschafter_innen und Peers erkunden die Schüler_innen das Umfeld der eigenen Schule.  
Projekte zur Ausbildung von Peers (=Schüler_innen), die von Universitäten und NGOs durchgeführt werden
Peer-to-Peer learning: Ausbildung von Schüler_innen  
a. Schüler_innen werden ausgebildet, um die CO2-Bilanz der Schule ermitteln zu können  
Konkret: Zwei eintägige Workshops – gegen Beginn und in der zweiten Hälfte des Semesters; beim ersten wird der Umgang mit dem Programm ClimCalc erlernt, beim zweiten werden die Ergebnisse der Erhebung diskutiert. Dazwischen steht das Ausbildungsteam mit Rat und Tat zur Verfügung.

b. Schüler_innen werden ausgebildet, um im schulischen Alltag mit Klassenkamerad_innen zu den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz fundiert diskutieren zu können.  
Konkret: ca. 2 mal 2 Tage inhaltliches und methodisches (Diskussions-)Training  

Was bietet das Projekt an?
* Wissenschafter_innen als Mentor_innen für beteiligte Schulen, Mitwirkung bei Projektkonzeption, Einbringen und Vermitteln fachlicher Kompetenz, sowie Betreuung der studentischen Peers.

* Studentische Peers, ausgebildet durch Wissenschafter_innen des Climate Change Center Austria, als ständige Begleiter der Projekte und Ansprechpersonen für Lehrpersonen und Schüler_innen.

* Ausbildung von Schüler_innen zu Peers (CO2-Bilanz, Schüler_innendiskussionen) und Betreuung dieser nach Bedarf.

* Ausbildungs- bzw. Weiterbildungsmöglichkeit für Lehrpersonen aus den jeweiligen Projektteams, die mit dieser Thematik nicht ausreichend vertraut sind (z. B. Anglist_innen, Romanist_innen, Kunsterzieher_innen), um eine fächerübergreifende Behandlung zu ermöglichen.

Welche Verpflichtungen gehen Kooperationspartner ein?

Die beteiligten Schulen sichern ideelle und praktische Unterstützung durch die Direktion und den Lehrkörper für das Projekt und die eingebundenen Pädagog_innen bzw. die in die Peer-to-Peer Ausbildung einbezogenen Schüler_innen zu, einschließlich der erforderlichen Freistellung vom Unterricht (Ausmaß abhängig vom spezifisch gewählten Projekt, in der Antragstellung anzugeben).

Die Schulen, erklären sich bereit an Erhebungen zur Wirksamkeit, auch über die Projektlaufzeit hinaus, teilzunehmen und gegebenenfalls in diese auch nichtbeteiligte Klassen zur Ermittlung von Vergleichswerten einzubeziehen.

Die Schulen bemühen sich, erfolgreiche Projekte über die Projektlaufzeit hinaus in gleicher oder anderer Weise weiterzuführen, immer jedoch mit dem Ziel, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Schüler_innen, der Schule oder der Gemeinde zu leisten.

Kosten

Finanzielle Unterstützung zur Abgeltung von Unkosten für Reisen, Workshops, etc. von Pädagog_innen, Peers (Studierende und Schüler_innen), in begrenztem Maß Beschaffungskosten, die im Rahmen von Projekten anfallen. Die Höhe richtet sich nach dem Bedarf und den finanziellen Möglichkeiten (wird zu Beginn der Kooperation vereinbart).

Bewerbungen

Teilnahmeberechtigt sind Schulen aus ganz Österreich aller Typen ab der Sekundarstufe I. Es können sich sowohl Schulen bewerben, die bereits zu diesem Themenbereich Projekte laufen haben, auch um diese auszuweiten, als auch Schulen, die erst beginnen, sich dem Thema zu widmen. Es wird begrüßt, wenn Schulen sich an mehreren Aktivitäten beteiligen, es ist aber auch möglich, sich nur für eine zu entscheiden. Die gemeinsame Bewerbung mehrerer Schulen, z.B. wenn sie einen Standort teilen, ist ebenfalls möglich.

Die Auswahl der geförderten Projekte erfolgt durch eine Jury, die sich aus Personen des makingAchange Projektteams und des BMBWF, sowie den Bildungsdirektionen zusammensetzt. Bei der Auswahl wird auf eine ausgewogene geographische Verteilung und die Einbindung möglichst unterschiedlicher Schultypen geachtet. Bewerbungen mit klaren Konzepten für die Verstetigung der Aktivitäten über die Projektlaufzeit hinaus werden bevorzugt berücksichtigt.

Aus gegebenem Anlass ist die Bewerbungsfrist auf unbestimmte Zeit verlängert und beim Climate Change Centre Austria mittels Bewerbungsformular möglich. Ein erster Durchgang der Projekte soll im Schuljahr 2020/21 erfolgen, die ersten CO2-Bilanzen noch im Sommersemester 2020.